Autoren-Archiv für Ferdi

The times they are a-changin’

Der MSB Spartakus wurde vor ziemlich genau zehn Jahren gegründet. Somit ist es kaum verwunderlich, dass mittlerweile ein fast vollständiger Generationswechsel stattgefunden hat. Bei einer Gruppe, die nie einer anderen Position verpflichtet war als der eigenen, heißt das aber auch, dass sich mit einem Wechsel der Leute gleichzeitig Akzente und Vorstellungen verschieben.

Ohne weitere Umschweife:

Der MSB Spartakus ist Vergangenheit und die Zukunft heißt Kritik und Aktion: Linke Gruppe.

Ja, wir sind uns sicher, nein, wir distanzieren uns von gar nichts. Der MSB Spartakus war lange der Rahmen in dem viele von uns eine Menge Zeit und Herzblut investiert haben und so wird sein Nachlass an dieser Stelle weiterhin Platz haben.

Weiter geht es (in jeder Hinsicht) auf: www.kritik-aktion.de

Über das Referat für Irrationales und Antidings

Am Donnerstag fand im Rahmen einer Veranstaltungsreihe des Referats für Internationales und Antifaschismus eine Aufführung des Filmes „Terrorstorm“ statt. Daran gibt es nichts auszusetzen. Im Gegenteil gehört es durchaus zum Aufgabenbereich dieses Referats, auf rechtsradikales Gedankengut, wie es in „Terrorstorm“ vertreten wird, aufmerksam zu machen, es zu erklären und kritisch auseinander zu nehmen. Doch die Ankündigung der Veranstaltung machte stutzig. Statt des Namens eines Referenten, dessen Aufgabe es wäre, den Film kritisch zu kommentieren, fand sich nur ein Text, der dem Film attestiert, die „wahre Geschichte vergangener Anschläge“ offen zu legen. Die verblüffende Wahrheit ist: Der Film wurde tatsächlich völlig unkritisch und affirmativ präsentiert. Auf die Nachfrage von MSB-Leuten, ob es sich tatsächlich nicht um ein Missverständnis handle, hieß es seitens eines der verantwortlichen Referenten, dass man den Film interessant finde, ihn sich mehrfach angesehen habe, und mit der Vorführung für gewisse Dinge ein „Bewusstsein wecken“ (!) wolle. Dass sich die Veranstalter auch durch eindringliches Zureden und Benennung der wichtigsten Kritikpunkte nicht davon abhalten ließen, einen tendenziell rechtsradikalen Film zu zeigen, kann man, wenn überhaupt, nur als traurige Realsatire verstehen.

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