Abschaffung der Studiengebühren – Der Senat der Uni Düsseldorf befasste sich in seiner Sitzung am 18.11.2008 mit einer ungewöhnlichen Frage, umso gewöhnlicher und vorhersehbarer war das Ergebnis.
Selbst Antragsteller Malte Kohns von der Fachschaftenliste schätzte seine Chancen wohl gering ein und hatte weitere Anträge auf Senkung der Studiengebühren und Ausnahmeregeln vorbereitet. Unfreiwillig griff er so allerdings auch den Argumenten seiner Gegner im Senat vor. Aus den Reihen der Professoren wurde jegliche ernste Diskussion um die Studiengebühren insgesamt abgelehnt, da diese Gelder unverzichtbar für die Finanzierung der Universität seien. So entbrannte stattdessen eine Debatte über Maßnahmen den „psychologischen Effekt“, den Studiengebühren bei „bildungsfernen Schichten“ auslösen würden abzuschwächen, beispielsweise über Stipendien. Dass es gerade für Studierende ohne reiche Eltern durchaus auch reale und materielle Ängste geben könnte, nach einem Studium auf einem Schuldenberg von 20.000 Euro zu sitzen, schien den Professoren nicht vorstellbar. Der Gipfel der realitätsfernen Arroganz, die sich sonst in höhnischem Gelächter während der Wortmeldungen der studentischen Vertreter_innen zeigte, war die Aussage von Professor Smeets, die angefallenen Studiengebühren seien mit einem Monatsgehalt nach dem Studium abbezahlbar.
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