Archiv für die Kategorie 'Freie Bildung'

Dialoge von unten - Entscheidungen von oben

Abschaffung der Studiengebühren – Der Senat der Uni Düsseldorf befasste sich in seiner Sitzung am 18.11.2008 mit einer ungewöhnlichen Frage, umso gewöhnlicher und vorhersehbarer war das Ergebnis.

Selbst Antragsteller Malte Kohns von der Fachschaftenliste schätzte seine Chancen wohl gering ein und hatte weitere Anträge auf Senkung der Studiengebühren und Ausnahmeregeln vorbereitet. Unfreiwillig griff er so allerdings auch den Argumenten seiner Gegner im Senat vor. Aus den Reihen der Professoren wurde jegliche ernste Diskussion um die Studiengebühren insgesamt abgelehnt, da diese Gelder unverzichtbar für die Finanzierung der Universität seien. So entbrannte stattdessen eine Debatte über Maßnahmen den „psychologischen Effekt“, den Studiengebühren bei „bildungsfernen Schichten“ auslösen würden abzuschwächen, beispielsweise über Stipendien. Dass es gerade für Studierende ohne reiche Eltern durchaus auch reale und materielle Ängste geben könnte, nach einem Studium auf einem Schuldenberg von 20.000 Euro zu sitzen, schien den Professoren nicht vorstellbar. Der Gipfel der realitätsfernen Arroganz, die sich sonst in höhnischem Gelächter während der Wortmeldungen der studentischen Vertreter_innen zeigte, war die Aussage von Professor Smeets, die angefallenen Studiengebühren seien mit einem Monatsgehalt nach dem Studium abbezahlbar.

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Totgesagte leben länger - Protest an der HHU wiedererwacht?

Protest von außen - Studierenden war der Zutritt zur eigenen Fakultät verwehrtAm Montag, den 20.10.2008, besuchte Ministerpräsident Rüttgers die Heinrich-Heine-Universität. Gekommen war er zur Verleihung der Ehrendoktorwürde an Dr. Gert Kaiser, einen ehemaligen Rektor der Universität. Der MSB, der AStA der Uni Düsseldorf und der der FH Düsseldorf riefen zu Protesten auf. Die Verleihung der Ehrendoktorwürde war dabei Nebensache. Es ging darum, Rüttgers, wenn er schon mal da ist, die Meinung ins Gesicht zu sagen. Den Aufrufen des MSB und den ASten der Uni und der FH folgten etwa 500 Studierende, zum größeren Teil aus der FH.

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Die Dialektik des neuen Großen Vorsitzenden

-Die Wahl der neuen AStA-Koalition und warum der MSB Spartakus sie nicht unterstützt

In der Nacht von Montag (08.09.08) auf Dienstag (09.08.08) wählte das Studierendenparlament der HHU einen neuen AStA. Die bisherige Koalition aus Juso HSG und LHG wird abgelöst durch die Fachschaftenliste (FSL), sowie die Internationale Unabhängige Liste (IUL) und campus:grün, die bei den Wahlen zum Studierendenparlament gemeinsam angetreten sind. Die beiden Listen teilen sich die Stelle des zweiten Stellvertreters im AStA-Vorstand mit Burçak Atsu (IUL) und Sabine Fischer (campus:grün), während die FSL den Vorsitzenden mit Dennis Heckendorf und seinen ersten Stellvertreter Stefan Finger besetzten. Gestützt wird diese Minderheitenkoalition durch den studentischen Ableger der CDU, den RCDS.

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Von Polizisten geschlagen, von Jusos verraten – und trotzdem erfolgreich gewesen

Über 3000 StudentInnen protestierten am 17.06. gegen Studiengebühren und eingeschränkten Zugang zu Masterplätzen.

Die bunte und lautstarke Demo setzte sich mit leichter Verspätung kurz nach 12 Uhr in Richtung Innenstadt in Bewegung. Darunter neben zahlreichen Fahnen, Transpis und Schildern, eine Gruppe aus Köln, die verkleidet als Hochschulräte und Rektor in Königsgewand und Krone auftraten. Ob Rektor Labisch bei diesem Anblick in Sehnsucht schwelgen oder sich eher ertappt fühlen würde, weiß wohl nur er selber. Weitere Gruppen kamen u.a. aus Bonn, Dortmund, Duisburg, Essen, Münster, Paderborn, Siegen, Bochum und Bielefeld. Auch die Clowns Army sorgte für viel Gelächter als sie immer wieder die Helm-Knüppel-Sonnenbrille-Kaugummi-Rambo-Fraktion der Polizei nachmachte (mit sehr viel mehr Charme übrigens) oder quer durch sich bildende Polizeiketten Fangen spielte.

Mit Abwesenheit glänzten hingegen die Jusos, die lieber in der Uni Wahlkampf für das Studierendenparlament machten, in dem sie vorgeben sich für die Abschaffung der Studiengebühren einzusetzen, anstatt auch effektiv etwas dafür zu tun. Eine Ankündigung im Hochschulradio am Montag war das höchste an Anstrengung, das sie für die Demo aufbringen konnten. Die Arbeit haben wie immer andere gemacht. Andererseits ist es ja nicht so, dass sie jemand wirklich vermisst hätte…

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Jetzt reicht’s! Bildungsnotstand in NRW!

Wir schließen uns dem Aufruf des Landes-ASten-Treffens (LAT) an und laden Euch ein, mit uns am Dienstag, den 17.06. zu demonstrieren. Treffpunkt ist 11:30 Uhr am Hauptbahnhof, los geht es um 11:55 Uhr.

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CHE-Ranking – Podiumsdiskussion am 16.01.

Seit 1998 führt das CHE/Centrum für Hochschulentwicklung, eine 1994 von der Bertelsmann-Stiftung und der Hochschulrektorenkonferenz gegründete gGmbH, das “CHE-HochschulRanking” an den bundesdeutschen Hochschulen durch. Umstritten ist nicht nur das CHE selbst, durch seine Nähe zum Bertelsmann-Konzern und seinen Umgang mit den Ergebnissen aus Umfragen (so schloss man beim CHE aus einer Umfrage, in der drei Studiengebührenmodelle bewertet werden sollten, dass Studiengebühren generell befürwortet würden), sondern auch das HochschulRanking als solches.

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